05.12.2025 – Tag des Ehrenamts

Tag des Ehrenamtes

Ehrenamtliches Engagement ist ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit bei der Wildtierrettung Wilde Herzen Ammerland e.V.

Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und Zeit, Energie und Kraft einzusetzen, um Wildtieren in Not zu helfen – unabhängig von Tageszeit oder Witterung.

Unsere Ehrenamtlichen leisten tagtäglich Beeindruckendes:

  • Sie versorgen verletzte oder geschwächte Tiere.

  • Sie bringen verwaiste Jungtiere in Sicherheit und geben ihnen eine neue Chance.

  • Sie tragen dazu bei, der Natur etwas zurückzugeben, das mit Geld nicht aufzuwiegen ist.

Ohne dieses freiwillige Engagement wäre unsere Arbeit nicht möglich.

Zum heutigen Tag des Ehrenamtes möchten wir allen Helferinnen und Helfern, Fahrern, Pflegern, Findern, Unterstützern, Spendern, Mitgliedern und Mitdenkern herzlich danken.

#ehrenamt #edewecht #oldenburg #ammerland


 

19.10.2025 – Auffälliger junger Kranich in Bad Zwischenahn gemeldet

Am Sonntag erreichten uns mehrere Anrufe über einen einzelnen jungen Kranich, der auf dem Geländer der Karl-Jaspers-Klinik in Bad Zwischenahn gesichtet wurde.

 

Nachdem die Nachricht in unserer WhatsApp-Gruppe des Vereins geteilt wurde, in der sich mittlerweile viele engagierte ehrenamtliche Helfer austauschen, machten sich sofort zwei Personen auf den Weg, um die Situation vor Ort zu prüfen und das Tier bei Bedarf zu sichern.

Da der Vogel einen geschwächten Eindruck machte, wurde entschieden, ihn zu sichern – in der Hoffnung, dass es sich nicht um einen Fall der Vogelgrippe (H5N1) handelt und er aus anderen Gründen, etwa Erschöpfung, Verletzung oder Desorientierung, den Anschluss an seine Reisegruppe verloren hat. 

Erfolgreiche Sicherung (Danke @ Vincent!)

Nach der erfolgreichen Sicherung konnte der Kranich zur Vogelstation im Waloseum, einer Einrichtung der Seehundstation Nationalpark-Haus, in Norden gebracht werden.

 

Update vom 21.10.2025:

Leider wurde uns mitgeteilt, dass der Kranich eingeschläfert werden musste.
Ganz aktuell ist auch in den Medien vermehrt über H5N1-Fälle bei Kranichen zu lesen.

 


 

Einblicke in die Vereinsarbeit? – Rückblick in Bildern

Mehr als 200 Fotos zeigen Euch, was wir jeden Tag für Tiere in Not tun. Diese Galerie spricht für sich selbst – ohne viele Worte, aber mit großer Wirkung.

Jede Aufnahme erzählt eine Geschichte von Hoffnung, Fürsorge und Engagement.

Lasst Euch berühren und inspirieren: Unsere Arbeit erklärt sich am besten durch die Augen derer, denen wir helfen.

Schaut rein, teilt das Erlebnis – gemeinsam sind wir stark für den Tierschutz!

 

*** Einige Bilder wurden am 13.10.25 entfernt da manche Menschen und/oder Organisationen auf Bildrechte an Wildtieren bestehen – auch wenn man ggf. an Vermittlung oder ähnliches beteiligt war. Wir freuen uns trotzdem das diesen Tieren, egal wo – geholfen werden konnte.

 


 

09.10.2025 – Chihuahua „Butch“ nach Unfall vermisst

Ein Chihuahua ist während eines Spaziergangs nach einem tragischen Unfall spurlos verschwunden.
In Norden kam es zu einem schweren Unglück: Ein Rentnerpaar stürzte mit seinen Seniorenmobiles in den Berumerfehnkanal.

Mit an Bord war ihr kleiner Chihuahua „Butsch“, der vermutlich mit ins Wasser geraten ist. Seitdem fehlt von ihm leider jede Spur.

Hier geht’s zum Artikel auf Facebook -> https://www.facebook.com/share/p/1672AxXJN4/

Die Hundesuchhilfe Ostfriesland e.V. schaltete sich sofort ein.

Das engagierte Team suchte die Umgebung ab, legte Futterstellen an, verteilte Flyer und setzte sogar Pettrailer-Suchhunde ein – leider bislang ohne Erfolg.
Keine einzige Sichtung.

Die Trauer und Verzweiflung wachsen von Tag zu Tag. Um wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen, wurden wir von der Wildtierrettung Ammerland hinzugezogen, um die umliegenden Maisfelder mithilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera abzusuchen.

Am vergangenen Freitag machten wir uns gemeinsam mit dem Team der Hundesuchhilfe voller Hoffnung auf den Weg – doch auch diese Aktion blieb leider ohne Ergebnis.

 

Die Enttäuschung ist groß, aber wir geben die Hoffnung nicht auf.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Hundesuchhilfe Ostfriesland – ihr seid mit unermüdlichem Einsatz, Empathie und Herzblut dabei.


 

17.09.2025 – Taubenküken im Wunderburgpark Oldenburg

Am Montag entdeckten zwei junge Frauen im Wunderburgpark in Oldenburg ein zerstörtes Taubennest am Boden – vermutlich hatte der starke Wind es aus dem Baum gerissen. Im Nest lagen zwei kleine Taubenküken, eines war leider bereits verstorben. Von den Elterntieren fehlte jede Spur.

Es war kalt, nass und stürmisch, doch die beiden Helferinnen zögerten keine Sekunde: Trotz Wind und Regen blieben sie beim überlebenden Küken, wärmten es mit ihren Händen und schützten es liebevoll, bis ein Fahrer organisiert werden konnte.

Das Küken wurde schließlich von der lieben Miriam direkt am Fundort abgeholt und zur Stadttaubenhilfe Oldenburg e.V. gebracht, wo Alida es in ihre fürsorgliche Obhut nahm.

Laut Alida stehen die Chancen für das kleine Taubenkind gut – ein berührendes Beispiel dafür, wie viel Mitgefühl und Einsatz bewirken können.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für ihre Zeit, ihr Engagement und ihr großes Herz.

Solche Momente schenken Hoffnung und zeigen, wie wertvoll jede Hilfe ist.


 

11.09.2025 – Kleines Hasenbaby von Hund aufgespürt

Vor einigen Tagen erreichte uns ein Notruf: Ein kleines Hasenbaby war in Gefahr, ein Hund hatte es in einem Garten aufgespürt und herausgeholt.

Zum Glück reagierten die Finder sofort und machten sich trotz des langen Weges mitten in der Nacht auf den Weg zu uns, damit das Jungtier eine Chance auf Leben bekommt.

 

Die erste Nacht war schwer für den Kleinen. Unter Schock, erschöpft und verängstigt lag er still da.

Doch schon am nächsten Tag begann er munterer zu werden: Er öffnete sich langsam, wurde wacher und neugieriger, und seine Lebensgeister kehrten zurück.

Heute darf er bereits bei Tamara auf einer liebevollen Pflegestelle sein – gemeinsam mit anderen Artgenossen. Dort wächst er nun behütet auf, bis er irgendwann stark genug ist, um zurück in die Freiheit zu kehren.


 

01.09.2025 – Unterkühltes Kaninchenbaby

Gestern wurde ein wenige Tage altes Kaninchenbaby gefunden – unterkühlt und außerhalb seines Baus. Die Finder handelten richtig und brachten das Tier schnell in unsere Obhut. Leider verstarb das Kleine kurz nach seiner Aufnahme in einem warmen Bettchen.

Das Jungtier hatte körperliche Fehlbildungen und wurde vermutlich bereits von der Mutter aussortiert.

Solche Fälle gehören leider zum Alltag in der Tierschutzarbeit, auch wenn sie jedes Mal aufs Neue schwerfallen.

Wir danken den Findern für ihr umsichtiges Handeln und ihr Mitgefühl.

 


 

29.08.2025 – Hinweis auf eine verletzte Ente am Bad Zwischenahner Meer

Ein junger Mann meldete, dass das Tier mit einer sichtbaren Beinverletzung am Steg unterwegs war.

Da eine schnelle Hilfe notwendig war, begab sich ein Vereinsmitglied direkt zum Einsatzort. Vor Ort schloss sich ein Anwohner an, der zugleich erfahrener Jäger und zuständig für den Bereich war. Gemeinsam gingen sie zum Steg und lokalisierten die Ente. Die Sicherung gestaltete sich anspruchsvoll, da das Tier noch schwimmen und kurze Strecken fliegen konnte. Mithilfe eines Keschers und etwas Futter gelang es, die Ente schon beim ersten Versuch zu sichern.

Bei der ersten Untersuchung stellte sich heraus, dass ein Angelhaken durch das Beingelenk des Tieres steckte. Der anwesende Jäger sowie ein zufällig anwesender Angler entfernten den Haken sofort und so konnte die Ente von dieser schmerzhaften Verletzung befreit werden. 

Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes aller Beteiligten konnte dem Tier geholfen werden.

Wir danken herzlich:

  • Philip, dem Melder der verletzten Ente
  • Dem Jäger aus Jagdrevier 1 – Bad Zwischenahner Meer
  • Dem Angler vor Ort, der unkompliziert Unterstützung leistete

 

Jede Hilfe zählt – dieser Einsatz zeigt, wie wichtig engagierte und schnelle Zusammenarbeit für den Tierschutz ist.

 


 

02.08.2025 – Eichhörnchen-Notfall in Hesel

In Hesel ereignete sich vergangene Woche ein besonderer Einsatz: Drei Eichhörnchenbabys fielen aus großer Höhe aus ihrem Nest. Da die zuständige Päppelstelle von Daniela bereits ausgelastet war, übernahmen wir die Koordination und den Kontakt zum Finder.

Christoph Bruns, Betreuer der Jugendpflege Hesel, berichtete, dass die Kinder die Tiere beim Spielen entdeckt hatten. Sie reagierten sofort, hielten die Jungtiere warm und informierten ihren Betreuer. Eine Rückführung zur Mutter war leider nicht möglich. Ein Tier verstarb, ein weiteres war verletzt, zwei konnten jedoch gerettet werden.

Die Kinder der Jugendpflege durften den beiden überlebenden Hörnchen Namen geben: Stella und Chris. Beide entwickeln sich inzwischen sehr gut und nehmen kontinuierlich an Gewicht zu.

Eine Besonderheit: Daniela wird gemeinsam mit Christoph die spätere Auswilderung begleiten. Da die Tiere in einer schönen Umgebung geboren wurden, kehren sie nach ihrer Aufzucht dorthin zurück.

Unser Dank gilt den Kindern der Jugendpflege Hesel, deren aufmerksames und umsichtiges Handeln wesentlich zum Überleben der Tiere beigetragen hat.


 

02.05.2025 – Drohneneinsatz zum Brutvogelschutz am Aper Tief (Vreschen-Bokel)

Der Schutz von Brutvögeln, insbesondere bodenbrütender Arten wie Kiebitz, Brachvogel oder Uferschnepfe, stellt Naturschutzvereine jedes Jahr vor große Herausforderungen. Die Nester dieser Vögel sind in der Vegetation hervorragend getarnt und mit bloßem Auge oft kaum zu entdecken. Gleichzeitig bedrohen landwirtschaftliche Arbeiten wie Mahd oder Beweidung die Gelege und Küken. Um hier effektiver und schonender eingreifen zu können, setzt unser Verein seit diesem Frühjahr eine moderne Drohne mit Wärmebildkamera sowie spezieller Software der Firma Thermaldrones ein.

Erfreulicherweise hat uns in diesem Jahr das Team vom Projekt Gelegeschutz von Björn Köhler, dem Projektgebiet entlang des Naturschutzgebiets „Vreschen-Bokel am Aper Tief“ (Kennzeichen NSG WE 271), kontaktiert und angeregt, ergänzend zu den vielen bereits bestehenden Maßnahmen auch den Einsatz einer Drohne zu erproben. Das ehrenamtliche Team vom Projekt ist mit Björn Köhler bereits im fünften Jahr aktiv.

 

 

Wie funktioniert der Drohneneinsatz beim Brutvogelschutz?
Die Drohne fliegt in den frühen Morgenstunden über die Schutzgebiete, wenn der Boden noch kühl ist und die brütenden Vögel durch ihre Körperwärme deutlich auf den Wärmebildern zu erkennen sind. Die Kamera macht es möglich, Nester und brütende Altvögel als „leuchtende“ Punkte in der Vegetation zu identifizieren. Mit Hilfe spezieller Software werden die genauen Koordinaten der Gelege gespeichert, sodass sie später gezielt aufgesucht und kontrolliert werden können.

Mehrfachkontrollen erhöhen die Genauigkeit:
Markierte Stellen werden in den Folgestunden erneut angeflogen. Zeigt sich an einer markierten Position zu einem späteren Zeitpunkt kein Wärmepunkt mehr und ist auch im optischen Zoom der Drohne kein Gelege erkennbar, wird die Markierung entfernt. Dieser Prozess wiederholt sich, bis nur noch gesicherte, aktive Brutstandorte in der Karte verbleiben. Durch diese automatisierte Filterung reduzieren wir Fehleinträge und konzentrieren uns auf tatsächlich genutzte Nester.

Vorteile für den Naturschutz und die Landwirtschaft

Effizienz: Die Suche nach Nestern ist mit der Drohne deutlich weniger zeitaufwendig als die klassische Begehung zu Fuß. Auch große Flächen können in kurzer Zeit systematisch abgesucht werden.
Schonung der Tiere: Die Drohne ermöglicht einen minimal-invasiven Überblick ohne die Vögel aufzuschrecken oder die Nester zu gefährden.

Gezielter Schutz: Mit den gewonnenen Daten können wir Landwirte gezielt informieren, damit z.B. der Mahdzeitpunkt verschoben oder Teilflächen ausgespart werden, um die Gelege zu schützen.

Dokumentation und Monitoring: Die Technik hilft, den Bruterfolg zu dokumentieren und langfristige Schutzmaßnahmen zu planen.

Finanzieller Ausgleich für Landwirte: Für ihre Kooperation erhalten die Landwirte durch Mittel aus dem Projekt einen Ausgleich für ihre Ertragseinbußen oder bekommen 90 Euro pro erhaltenen Brutplatz eines seltenen Wiesenvogels als Nestprämie. Diese Prämie wird im Übrigen auch über das Projektgebiet südlich des Aper Tiefs hinaus auf allen Flächen im Ammerland ausgezahlt, auf denen sich Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel oder Großer Brachvogel zur Brut befinden.

Für unseren Verein ist es ein wichtiges Anliegen, beim Thema Gelegeschutz noch aktiver zu werden. Wir machen uns hierzu mit neuer Software vertraut und tauschen uns laufend im Netzwerk mit anderen Organisationen aus, um Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.

Um unsere Fähigkeiten weiter zu verbessern, trainieren wir künftig auch gezielt mit künstlichen kleinen Gelegen mit einem Durchmesser von ca. 10 cm. Diese sind aufwärmbar und können im hohen Gras versteckt werden, sodass wir sie aus verschiedenen Höhen mit der Wärmebildkamera detektieren und so den realen Einsatzfall optimal simulieren können.
Für unseren Verein stellt dies eine ganz neue Herausforderung dar.

Die Suche nach diesen kleinen Gelegen ist wesentlich aufwändiger als die Suche nach Rehkitzen vor der Mahd. Es wird mit anderen Parametern geflogen. Die korrekte Überlappung der Flugbahnen, Geschwindigkeit und Höhe sind ausschlaggebend für den bestmöglichen Erfolg.

Fazit
Die Drohnentechnologie ist ein wertvolles Werkzeug für den modernen Naturschutz. Sie ermöglicht es uns, Brutvögel effizienter und nachhaltiger zu schützen und die Zusammenarbeit mit Landwirten und Behörden weiter zu verbessern.
Wir danken allen Unterstützern, die diesen Fortschritt möglich machen, und freuen uns auf weitere spannende Einsätze zum Wohl unserer heimischen Vogelwelt.

Fragen zum Projekt und zur Technik? Gerne einfach bei uns melden 🙂

 

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