Am Sonntag den 28.02.26 um 12:15 Uhr erreichte uns ein Anruf. Bei Baumarbeiten wurde zu spät entdeckt, dass in einer Baumgabel ein tief sitzender Eichhörnchenkobel war.
Nach telefonischer Anweisung haben wir eine eventuelle Rückführung zum Muttertier besprochen. Das Unternehmen hat ihre Mitarbeiter am Mittag eine Pause einlegen lassen, um die Eichhörnchenbabys ihrer Mutter zurückzuführen. Trotz größter Bemühungen reichte die Zeit zunächst nicht.
Doch am Nachmittag, um 16 Uhr, sind wir nach Papenburg gefahren, der Kobel wurde uns übergeben und als der letzte Arbeiter vom Hof gefahren war, konnten wir mit der Rückführung beginnen. Die Jungtiere waren trotz der langen Wartezeit noch immer in einem sehr warmen Nest. Mit Wärmepads, einer Decke und viel Hoffnung haben wir den Kobel an einem Baumstumpf abgelegt und mit Eichhörnchenrufen über ein zweites Telefon die Mutter angelockt.
Es war ein langer, berührender Einsatz und wir sind unendlich dankbar. Die Rückführung war erfolgreich. Dieses Beispiel zeigt uns wieder, wie wichtig es ist, einen Notfall früh zu melden, damit Tiere rechtzeitig Hilfe bekommen.
Von Herzen danken wir der Firma Harders Dienstleistungen – Herr Dieter Harders und Herrn Uwe Jourdain, die diese schöne Rückführung erst möglich machten indem sie schnell Hilfe suchten.
In eigener Sache!!! 🙂
Sorry für die schlechte Bildqualität – wir wissen, dass das nicht „perfekt produziert“ aussieht.
Wir sind keine Influencer und haben kein hochpreisiges Video‑Equipment, sondern filmen einfach mit dem, was wir privat zur Verfügung haben – in diesem Fall ein Handy aus der Entfernung. Gleichzeitig war es uns wichtig, euch trotzdem daran teilhaben zu lassen, weil der Moment/Einblick für uns zählt und wir ihn gern mit euch teilen möchten.
Am 18. Juli 2025 erreichte die Wildtierrettung Ammerland e. V. ein Einsatzhinweis der Polizei: Eine Graugans war an der Jadeschule von einem Auto erfasst worden. Kurz darauf meldete sich auch der Fahrer selbst. Noch bevor das Rettungsteam ausrücken konnte, kam die nächste Meldung – die Gans war weitergeflogen und wirkte unverletzt.(Instagram Post)
Im Laufe des Tages gingen zahlreiche Sichtungsmeldungen nicht nur bei lokalen Tierschutzvereinen, sondern auch bei Polizei, Feuerwehr und Stadt Oldenburg ein. Die Graugans, die später den Namen „Jordy“ erhielt, bewegte sich quer durch das Stadtgebiet, legte immer wieder kurze Flugstrecken zurück und suchte sich schließlich im Jordan-Quartier einen bevorzugten Aufenthaltsort, darunter den Stautorkreisel.
Über mehrere Wochen hinweg trafen kontinuierliche Hinweise von besorgten Bürgerinnen und Bürgern ein; viele versuchten selbst, Jordy einzufangen oder zu sichern, doch sie blieb stets wachsam und scheu. Eine engagierte Tierschützerin übernahm schließlich die regelmäßige Beobachtung und Versorgung vor Ort. In den letzten Wochen und Monaten gingen bei Polizei, Feuerwehr und Stadt Oldenburg wiederholt Anrufe wegen Jordy ein, oft aufgrund vermuteter Verletzungen, Gefahren auf Straßen oder scheinbar festgefrorener Situationen.
Am 25. Dezember 2025 gelang es einem gemeinsamen Team aus verschiedenen engagierten Tierschutzvereinen & Helfern endlich, Jordy sicher einzufangen. Nach einer kurzen Quarantänephase wurde sie zu Artgenossen in eine geeignete Unterbringung gebracht, wo sie sich schnell anfreundete. Ihr Gesundheitszustand ist stabil; lediglich einige Schwungfedern sind noch beschädigt. Ob sie künftig wieder vollständig flugfähig wird, wird sich nach der kommenden Mauser zeigen.
Die Wildtierrettung Ammerland e. V. dankt allen Beteiligten herzlich für die zahlreichen Hinweise, die Unterstützung vor Ort und das große Engagement für Jordy.
Am Sonntag erreichten uns mehrere Anrufe über einen einzelnen jungen Kranich, der auf dem Geländer der Karl-Jaspers-Klinik in Bad Zwischenahn gesichtet wurde.
Nachdem die Nachricht in unserer WhatsApp-Gruppe des Vereins geteilt wurde, in der sich mittlerweile viele engagierte ehrenamtliche Helfer austauschen, machten sich sofort zwei Personen auf den Weg, um die Situation vor Ort zu prüfen und das Tier bei Bedarf zu sichern.
Da der Vogel einen geschwächten Eindruck machte, wurde entschieden, ihn zu sichern – in der Hoffnung, dass es sich nicht um einen Fall der Vogelgrippe (H5N1) handelt und er aus anderen Gründen, etwa Erschöpfung, Verletzung oder Desorientierung, den Anschluss an seine Reisegruppe verloren hat.
Erfolgreiche Sicherung (Danke @ Vincent!)
Nach der erfolgreichen Sicherung konnte der Kranich zur Vogelstation im Waloseum, einer Einrichtung der Seehundstation Nationalpark-Haus, in Norden gebracht werden.
Update vom 21.10.2025:
Leider wurde uns mitgeteilt, dass der Kranich eingeschläfert werden musste. Ganz aktuell ist auch in den Medien vermehrt über H5N1-Fälle bei Kranichen zu lesen.
HINWEIS: Gerade zum Wintereinbruch sind immer so gut wie alle ehrenamtlichen Pflegestellen überlastet und gezwungen einen Aufnahmestopp auszurufen. Es gibt leider keinen Notdienst oder staatliche Institution, welche euch bei Anruf ein Tier abnimmt oder sogar abholt.
DEINE AKTIVE MITHILFE IST DAHER SEHR WICHTIG!
Igel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt! Du darfst allerdings verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufnehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich freizulassen, sobald sie sich selbständig erhalten können.(§ 45 Abs. 5 BNatSchG)
Wann braucht ein Igel deine Hilfe?
Sichtbare Verletzungen
kranke Igel, welche erkennbar von Parasiten und/oder Eiern befallen sind
abgemagerte Igel die nach Wintereinbruch noch aktiv sind
verwaiste Jungtiere die tagsüber außerhalb des Nestes gefunden werden
Igelbabys (größe Hühnerei, schrumpeliges Gesicht) möglichst direkt sachkundigen Rat einholen!
Wenn du einen vermutlich hilfsbedürftigen Igel findest, notiere dir zuerst, wann und wo du ihn entdeckt hast, und wie viel er wiegt. Verwende eine Küchenwaage um ein möglichst korrektes Ergebnis zu bekommen!
Ein Igel mit 200 bis 400 Gramm erreicht den Winterschlaf kaum.
Ein Chihuahua ist während eines Spaziergangs nach einem tragischen Unfall spurlos verschwunden. In Norden kam es zu einem schweren Unglück: Ein Rentnerpaar stürzte mit seinen Seniorenmobiles in den Berumerfehnkanal.
Mit an Bord war ihr kleiner Chihuahua „Butsch“, der vermutlich mit ins Wasser geraten ist. Seitdem fehlt von ihm leider jede Spur.
Das engagierte Team suchte die Umgebung ab, legte Futterstellen an, verteilte Flyer und setzte sogar Pettrailer-Suchhunde ein – leider bislang ohne Erfolg. Keine einzige Sichtung.
Die Trauer und Verzweiflung wachsen von Tag zu Tag. Um wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen, wurden wir von der Wildtierrettung Ammerland hinzugezogen, um die umliegenden Maisfelder mithilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera abzusuchen.
Am vergangenen Freitag machten wir uns gemeinsam mit dem Team der Hundesuchhilfe voller Hoffnung auf den Weg – doch auch diese Aktion blieb leider ohne Ergebnis.
Die Enttäuschung ist groß, aber wir geben die Hoffnung nicht auf.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Hundesuchhilfe Ostfriesland – ihr seid mit unermüdlichem Einsatz, Empathie und Herzblut dabei.
Am Montag entdeckten zwei junge Frauen im Wunderburgpark in Oldenburg ein zerstörtes Taubennest am Boden – vermutlich hatte der starke Wind es aus dem Baum gerissen. Im Nest lagen zwei kleine Taubenküken, eines war leider bereits verstorben. Von den Elterntieren fehlte jede Spur.
Es war kalt, nass und stürmisch, doch die beiden Helferinnen zögerten keine Sekunde: Trotz Wind und Regen blieben sie beim überlebenden Küken, wärmten es mit ihren Händen und schützten es liebevoll, bis ein Fahrer organisiert werden konnte.
Das Küken wurde schließlich von der lieben Miriam direkt am Fundort abgeholt und zur Stadttaubenhilfe Oldenburg e.V. gebracht, wo Alida es in ihre fürsorgliche Obhut nahm.
Laut Alida stehen die Chancen für das kleine Taubenkind gut – ein berührendes Beispiel dafür, wie viel Mitgefühl und Einsatz bewirken können.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für ihre Zeit, ihr Engagement und ihr großes Herz.
Solche Momente schenken Hoffnung und zeigen, wie wertvoll jede Hilfe ist.
Vor einigen Tagen erreichte uns ein Notruf: Ein kleines Hasenbaby war in Gefahr, ein Hund hatte es in einem Garten aufgespürt und herausgeholt.
Zum Glück reagierten die Finder sofort und machten sich trotz des langen Weges mitten in der Nacht auf den Weg zu uns, damit das Jungtier eine Chance auf Leben bekommt.
Die erste Nacht war schwer für den Kleinen. Unter Schock, erschöpft und verängstigt lag er still da.
Doch schon am nächsten Tag begann er munterer zu werden: Er öffnete sich langsam, wurde wacher und neugieriger, und seine Lebensgeister kehrten zurück.
Heute darf er bereits bei Tamara auf einer liebevollen Pflegestelle sein – gemeinsam mit anderen Artgenossen. Dort wächst er nun behütet auf, bis er irgendwann stark genug ist, um zurück in die Freiheit zu kehren.