02.08.2025 – Eichhörnchen-Notfall in Hesel

In Hesel ereignete sich vergangene Woche ein besonderer Einsatz: Drei Eichhörnchenbabys fielen aus großer Höhe aus ihrem Nest. Da die zuständige Päppelstelle von Daniela bereits ausgelastet war, übernahmen wir die Koordination und den Kontakt zum Finder.

Christoph Bruns, Betreuer der Jugendpflege Hesel, berichtete, dass die Kinder die Tiere beim Spielen entdeckt hatten. Sie reagierten sofort, hielten die Jungtiere warm und informierten ihren Betreuer. Eine Rückführung zur Mutter war leider nicht möglich. Ein Tier verstarb, ein weiteres war verletzt, zwei konnten jedoch gerettet werden.

Die Kinder der Jugendpflege durften den beiden überlebenden Hörnchen Namen geben: Stella und Chris. Beide entwickeln sich inzwischen sehr gut und nehmen kontinuierlich an Gewicht zu.

Eine Besonderheit: Daniela wird gemeinsam mit Christoph die spätere Auswilderung begleiten. Da die Tiere in einer schönen Umgebung geboren wurden, kehren sie nach ihrer Aufzucht dorthin zurück.

Unser Dank gilt den Kindern der Jugendpflege Hesel, deren aufmerksames und umsichtiges Handeln wesentlich zum Überleben der Tiere beigetragen hat.


 

23.05.2025 – Wallaby in Neukamperfehn gesichert

Heute sorgte die Sichtung eines frei laufenden Wallabys in Neukamperfehn für großes Aufsehen. Das Tier wurde von Anwohnern entdeckt, die umgehend die Polizei und uns informierten.

Wir konnten rechtzeitig dazustoßen und gemeinsam mit den Anwohnern bei der Sicherung des Wallabys helfen. Die Sicherung zog sich dabei durch einige Vorgärten, bis wir das Tier schließlich dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten wohlbehalten einfangen konnten.

Solche Vorfälle zeigen, wie wichtig ein schnelles und koordiniertes Handeln bei entlaufenen Wild- und Exotenarten ist. Wir danken allen Anwohnern für ihre Aufmerksamkeit und Mithilfe bei der Sicherung des Wallabys.

Update vom 24.05.2025: Der kleine Wallaby Männchen wird abgeholt und kommt zu Artgenossen nach Löningen!


 

30.04.2025 – Rettung einer Ricke in Bad Zwischenahn

Am 30.04.2025 wurden wir zu einem besonderen Einsatz gerufen: Eine Ricke hatte sich auf einem Firmengelände in Bad Zwischenahn verirrt und fand keinen Ausweg mehr. Bei ihren Fluchtversuchen zog sie sich eine Verletzung an der Schnauze zu, weshalb wir zunächst die Lage sorgfältig einschätzten – sowohl hinsichtlich ihrer Verletzung als auch der Umgebung, um eine möglichst stressarme Rettung zu gewährleisten.

Immer wieder versuchte das Tier, nach hinten zu entkommen, obwohl dies nicht der Weg war, auf dem sie das Gelände betreten hatte. Hinter dem Gelände hörten wir Schreie – vermutlich von einem Jungtier in der Nähe.

Um den Zustand der Ricke besser beurteilen zu können, filmten wir sie kurz. Die Rettungsaktion verlief erfolgreich: Wir konnten das Tier sicher vom Gelände treiben. Anschließend flüchtete sie auf eine angrenzende Grasfläche, wo sie sich zunächst erholen konnte. Wir hoffen, dass sie einen sicheren Weg durch die stark eingezäunte Firmenlandschaft findet.

Es war ein herausfordernder und seltener Einsatz, der uns allen in Erinnerung bleiben wird.

Wir wünschen der Ricke viel Glück auf ihrem weiteren Weg.

 


 

28.04.2025 – Rettung einer Entenfamilie aus dem Garten

In der vergangenen Woche erreichte uns ein Anruf von einer aufmerksamen und hilfsbereiten Familie, die in ihrem Garten eine Entenfamilie entdeckt hatte. Die Entenmutter war mit ihren 14 Küken gefangen und fand keinen sicheren Weg nach draußen. Besonders besorgniserregend: Auf dem direkten Weg zum nächstgelegenen See hätten zwei stark befahrene Straßen die kleine Familie in große Gefahr gebracht.

Ohne zu zögern, entschieden wir uns, einzugreifen. Zuerst sicherten wir behutsam die Entenmutter, anschließend ihre Küken. Gemeinsam transportierten wir die gesamte Familie vorsichtig zu einem sicheren Gewässer, etwa einen Kilometer entfernt, und setzten sie dort unversehrt aus.

Ein Video dokumentiert die ersten Momente nach ihrer Freilassung – ein bewegender Anblick, der eindrucksvoll zeigt, wie wichtig schnelles und umsichtiges Handeln ist. 🦆

Wir wünschen der Entenfamilie nun ein glückliches Leben!

 


 

 

01.04.2025 – Kaninchen

Liebe Tierfreunde,

heute möchten wir euch unseren neuesten Schützling vorstellen: Am Dienstag wurde uns ein kleines Kaninchenmädchen gebracht. Sie hat den Anschluss an ihre Familie verloren, da sie von einer Katze weggetragen wurde. Eine Rückführung zu ihrer Familie war leider nicht möglich.

Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein Wildkaninchen, doch bei genauerem Hinsehen könnte es sich auch um ein wildfarbenes Hauskaninchen handeln – wir werden das weiter beobachten. Die Finder haben Anwohner in der Umgebung befragt, um einen möglichen Besitzer auszuschließen. Glücklicherweise hat die Katze ihr keine Verletzungen zugefügt.

Trotzdem wäre es für die Kleine bei ihrer Familie besser gewesen: Dort hätte sie von ihrer Mutter lernen und mit ihren Geschwistern kuscheln können – all das können wir ihr leider nicht ersetzen.

Ein Appell an alle Tierhalter:
Bitte denkt in dieser wichtigen Zeit an die Wildtiere und achtet darauf, eure Haustiere entsprechend zu beaufsichtigen. Besonders jetzt, wo die Wildtiersaison in vollem Gange ist, stehen viele Pflegestellen bereits unter enormem Druck.

Die Versorgung von Tierkindern ist zeitintensiv: Ein Jungtier, das mit Milch aufgezogen werden muss, benötigt etwa 8-mal täglich 15–20 Minuten Pflege – bei verletzten Tieren oft noch mehr. Da es selten bei einem einzigen Tier bleibt, könnt ihr euch vorstellen, wie viel Arbeit und Engagement unsere ehrenamtlichen Pfleger leisten.

Leider erleben wir auch immer wieder traurige Fälle, in denen Tiere mit vermeidbaren Verletzungen zu uns kommen oder es nicht schaffen. Das bricht uns jedes Mal das Herz.

Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Verständnis!

 


 

24.03.2025 – Ungewohnter Gast

Seit Montag haben wir einen besonderen Pflegefall bei uns.

Es wurde gemeinsam mit seinen Geschwistern stark unterkühlt aufgefunden. Leider schlugen Versuche, die Tiere zurückzuführen, fehl. Die Geschwister sind noch am selben Abend verstorben.

Bei der Ankunft wog es lediglich 9 Gramm, inzwischen hat es sich auf 13 Gramm verbessert. Es wird alle drei Stunden gefüttert und sein Bauch wird regelmäßig massiert, um die Verdauung zu unterstützen.

Wir hoffen weiterhin auf eine positive Entwicklung!